Weshalb ist der Interimsmanager oft ein zeitweiliger Manager von außen?  
     
 

Dafür gibt es vier Gründe. Der erste Grund ist gleichbedeutend mit der Forderung von zeitlicher Begrenztheit: Jemand, der intern Interimsmanagement betreibt, ist wegen dieser Tatsache dauernd korrumpiert von einer Karriereperspektive. Zweitens steht jemand von außen nicht unter dem Einfluss von der Organisationskultur und wird dadurch dem Problem unbefangen gegenüberstehen: 'Fremde Augen' zwingen. Drittens kennt der Interimsmanager die Arbeitsweisen anderer Beriebe und Einrichtungen, und mit diesen Erfahrungen wird er sicherlich einige Empfehlungen und Vorschläge machen können. Viertens ist jemand von außen oft glaubwürdiger, weil der Einsatz eines Interimsmanagers ein direktes und klares Signal in Richtung der Organisation ist, dass es der Organisation Ernst ist, ein Problem anzufassen.
Obwohl es Ausnahmen von der Regel gibt, nimmt der Interimsmanager immer eine bereits existierende Position ein. Wenn nicht die Rede ist von einer existierende Position, sprechen wir von Projektmanagement statt Interimsmanagement. Interimsmanagement ist per definitionem zeitlich begrenzt. Diese Zeitweiligkeit hat einige Vorteile. Der Interimsmanager braucht kein Vertrauen innerhalb der Organisation aufzubauen. Er braucht keine Angst zu haben vor (bleibenden) Antipathien, die in der Organisation anlässlich Maßnahmen seinerseits entstehen können, und die ein normales Funktionieren, nachdem diese Maßnahmen in Kraft getreten sind, unmöglich machen können. Dies gibt dem Interimsmanager eine größere Freiheit,die - fast immer peinlichen und mühsamen - Änderungen durchzuführen.

 

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